UMWELT ERLEBEN - VERSTEHEN - BEWAHREN
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Workshop
Sensenkurse

 

 

Das Ökosystem Wiese spielt als Hort der Biodiversität eine herausragende Rolle. Dies gilt für landwirtschaftlich genutzte Flächen ebenso wie für kleine Wiesenflächen im Siedlungsraum. Die ökologische Wertigkeit einer Wiese wird maßgeblich von der Art der Mahd und deren Zeitpunkt bestimmt. Eine nachhaltige und umweltschonende Mahd ist somit der Schlüssel für die Erhaltung und Förderung der Biodiversität und der Ökosystemfunktionen.

 

Bei der Verwendung von Motorsensen, die meist mittels Kunststofffäden das Mähgut schneiden, werden Unmengen an Mikroplastik freigesetzt. Darüber hinaus kommt es zur Emission von Schadstoffen, CO2 und Lärm, die bei der Sensenmahd vermieden werden. Lärm ist keinesfalls zu unterschätzen, da dieser im Siedlungsbereich einen erheblichen Stressfaktor darstellt und zu unnötigen Dissonanzen im menschlichen Zusammenleben führen kann.

 

Die Sensenmahd stellt ein Jahrhunderte altes Kulturgut dar. Zur Herstellung von Sensen werden in der Regel regional verfügbare Materialien verwendet. Ferner basiert der größte Teil der eigentlichen Sense auf dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Viele Wiesenflächen im Siedlungsbereich, teilweise auch landwirtschaftliche Flächen können darüber hinaus effektiver und zeitsparender mit der Sense, als mit der Motorsense gemäht werden. Der Einsatz eines Verbrennungs- oder Elektromotors ist aus ökonomischer und ökologischer Sicht zu hinterfragen.

 

Doch der Umgang mit einer Sense will gelernt sein. Nicht zu Letzt aus diesem Grunde enden bei vielen Menschen erste Versuche unbefriedigend. Unsere Umweltstation vermittelt das theoretische und praktische Wissen zum richtigen Einsatz dieser in vielen Dimensionen nachhaltigen Mähweise.

 

Ziel unserer Sensenkurse ist es, eine verstärkte Sensibilität für den Artenschutz zu schaffen und die Vorteile einer in Teilbereichen durchgeführten Sensenmahd hinsichtlich des Klimaschutzes, der Einsparung von Ressourcen, der Vermeidung von Emissionen sowie der Arbeitszeitersparnis herauszustellen. Bei den von uns angebotenen Kursen wird den Teilnehmern der richtige Umgang mit der Sense vermittelt. Dabei spielen für eine richtige Handhabe folgende Punkte eine wichtige Rolle: die Länge des Sensenbaumes, die Einstellung des Sensenblattes, die richtige Haltung bei der Mahd, die Mähtechnik, das Schärfen der Sense mit dem Wetzstein, das Dengeln der Sense. Und nicht zu Letzt, die Beschaffung einer an den Anwender angepassten Sense. Sensen und Dengelzugehör können von der Umweltstation gestellt werden.


 

Termine (Auswahl)

 

  1. Juni 2024 in Kloster Ensdorf, 10:00 - 12:30 Uhr
  1. Juni 2024 in Bamberg, 18:00 - 20:30 Uhr
  1. Juni 2024 in Bauernhofmuseum Bamberger Land, 15:00 - 17:30 Uhr
  1. Juni 2024 in Wunsiedel, 18:00 - 20:00 Uhr
  1. Juli 2024 in Bergnersreuth, 18:00 - 20:00 Uhr
  1. Juli 2024 in Herzogöd, 17:00 bis 19:00 Uhr
  1. September 2024 in Thiersheim 17:15 – 19:15 Uhr



Kursleitung Dipl. Agarbiologe Andreas Schmiedinger

 

Weitere Infos und Anmeldung unter:
a.schmiedinger@lernort-buergerpark.de / 0151 12475730